Die Situation

Sicherlich (k)ein Einzelfall, oder …?

Der Personalchef wollte wissen, wie die Mitarbeiter zum Unternehmen und ihrer Arbeit stehen :: Die Befragungsexperten haben einen veritablen Fragenkatalog ausgearbeitet :: Die Mitarbeiter haben ihre Kreuzchen gesetzt – online natürlich :: Der Großrechner hat das Ergebnis nach allen Regeln der demoskopischen Kunst ausgewertet :: Der Bericht lag dem Management auf dem Tisch :: Die Mitarbeiter fragten: „Und was passiert nun?“ :: Die Führungskräfte antworteten: „Darüber müssen wir erst einmal in Ruhe nachdenken!“

Sicherlich die Ausnahme, oder ….?

Alles wie oben, mit einem Unterschied: Die Führungskräfte antworteten:

„Darüber werden wir jetzt miteinander reden!“

Die Aufgabe

  • Die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung in mehreren Schritten auswerten und in konkrete Aktivitäten umsetzen – damit sich wirklich etwas ändert, zum Besseren natürlich.
  • Dabei alle 120 Mitarbeiter und die 6 Führungskräfte einbeziehen und durch die Art der Beteiligung schon Veränderungen initiieren.
  • Die Botschaft des Auftraggebers aber auch: „Kein allzu großer Aufwand, nicht zu teuer, keine Monsterprojekte, es soll etwas dabei rum kommen, möglichst bald!“

Die Lösung

  • 6 Führungskräfte und 12 Mitarbeiter nehmen sich einen Tag Zeit aus den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung die wichtigsten Handlungsfelder für eine Veränderung zum Besseren zu extrahieren.
  • Je Handlungsfeld bildet sich ein kleines Team und formuliert an einem Tag ein Thesenpapier zur aktuellen Situation und zu möglichen Veränderungszielen.
  • Jede Führungskraft übernimmt die Patenschaft für ein Handlungsfeld und bereitet die kommende Dialogveranstaltung mit den Mitarbeitern vor.
  • Alle 120 Mitarbeiter kommen zu einem eintägigen „Dialog im World Café“ zusammen. Sie…
    • … setzen sich mit den Thesen auseinander
    • … gehen den Dingen auf den Grund
    • … entwickeln Veränderungsideen
    • … wählen die beste Idee aus

Mehr über die Methode World Café finden Sie übrigens hier

Das Ergebnis

  • Die TOP Ideen werden von den Führungskräften „zur eigenen Sache gemacht“ und in konkrete Aktionen umgesetzt.
  • Die Überraschung: das meiste waren die kleinen Selbstverständlichkeiten der täglichen Führung, Verständigung und Zusammenarbeit. Die besten Ideen haben wenig Geld aber umso mehr Aufmerksamkeit und „Aufeinanderzugehen“ erfordert.
  • Die Anonymität des Fragebogens wurde durch den unmittelbaren Dialog ersetzt – allein dies war schon ein gewaltiger Schritt in die gewollte Richtung.
  • Im direkten Dialog wurden Sichtweisen ausgetauscht, konnten neue Ideen entstehen, wurden auf Wirkung und Wirksamkeit überprüft und auf Machbarkeit untersucht. Utopien wurden schon bald begraben.
  • Mitarbeiter und Management hat eine positive Erfahrung mit dem unkomplizierten und unmittelbaren Dialog machen können. Das macht Mut für „mehr vom Selben!“
  • Die Befragung wurde zu dem was sie im Grunde ist: ein Impuls für „Einen Dialog über die Dinge, die uns betreffen!“ Nicht mehr aber auch nicht weniger!